Fröhlich, bunte Arbeitsbereiche entwarf das Studio Besau-Marguerre für das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg

Das Hamburger Designer-Paar vom Studio Besau_Marguerre entwarf bunter Arbeitsbereiche für das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe

Hamburger Studio Besau-Marguerre

Bunt und fröhlich – die neue Arbeitswelt des Museums für Kunst & Gewerbe

Hamburg – Ich mach‘ kein Hehl daraus: In meiner Welt darf es gern bunt zugehen. Offenbar habe ich auch gerade einen Faible für die Farbe Gelb, warum sonst düse ich mit einem in Faro-Gelb gehaltenen Auto auf der Straße, um in großen Lettern für StilDate zu werben? Klappt aber ganz gut!

Und nun freue ich mich, dass offenbar das äußerst erfolgreiche Hamburger Designerpaar, das Studio Besau-Marguerre, ähnlich tickt wie ich…. Da es bei StilDate immer zuerst um die Menschen und ihre Ideen geht, spreche ich an dieser Stelle lieber von Eva Marguerre und Marcel Besau.

Das Designer-Duo, das übrigens auch für das Einrichtungskonzept der Hamburger Elbphilharmonie verantwortlich zeichnet, hat jetzt für die Arbeitsräume des Museums für Kunst und Gewerbe eine  fröhlich-bunte Welt geschaffen. Und dabei auch gleich die Arbeitstische mit einbezogen, indem es sie mit grafisch gemusterten, hochwertig beschichteten Multiplex-Platten versah.

Wie die beiden Designer auf diese Idee gekommen sind? Dem Paar sollen bei der Sichtung des Museumarchivs die riesigen Platten im Stil von Memphis Milano ins Auge gefallen sein! Wer mit diesem Begriff nichts anzufangen weiß: Gemeint sind damit Möbel-, Textil- und Keramikdesigner, die sich 1980 zu einer Gruppe zusammengeschlossen haben, um „Alltagsformen positiv, lustvoll und phantasievoll zu interpretieren“.

Auf der Plattform yoox.com bekommt man eine gute Vorstellung davon, was konkret gemeint ist. Dort sind die bekanntesten Kreationen namhafter Designer wie Ettore Sottsass zu sehen.

Es wäre vermessen, an dieser Stelle voraussagen zu wollen, inwieweit das Konzept des Hamburger Studios Besau-Marguerre eine Vorlage für ein etwaiges Umdenken in der Arbeitswelt ist. Sicherlich darf man aber davon ausgehen: Die vielen Monate im Homeoffice haben Spuren hinterlassen.

Auch deshalb richtet sich der Blick des IWAP, Institut für Wohn- und Architekturpsychologie im September drei Tage lang auf einem Online-Kongress auf die „Soft Skills der Arbeitsräume“. Dies alles unter der Grundthese: „Räume wirken auf unser Erleben und Verhalten und beeinflussen auch im Arbeitsprozess unsere Gesundheit, Kommunikation sowie die Effizienz.“

Die Hamburger Wohnpsychologin Erika Mierow wird zu den Referenten gehören. Sie hat auf StilDate bereits vor Monaten festgestellt, dass die Pandemie unsere Vorstellungen vom Wohnen und vom Leben in der Stadt verändern wird.

Nun verrät sie erneut und exklusiv auf StilDate, wohin die Reise auch in der Arbeitswelt nach ihrer Einschätzung geht: „Wir werden sehr viel mehr mobiler arbeiten als jetzt und mehr in sogenannten Co-Working-Spaces.“ Buntheit, so die Hamburgerin, die dem erweiterten Vorstand des IWAP angehört, wird dabei durchaus eine Rolle spielen. „Aber sicherlich mehr in Zusammenhang von mobilen Raumtrennern oder Vorhängen, die wie eine Aufforderung auf die Menschen wirken, sich dahinter oder davor zu platzieren.“

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