Upcycling der Umwelt

Mit Graffiti-Kunst sich und andere überraschen!

Graffiti – die meisten Menschen denken bei diesem Wort an bunte Schmierereien, meist in einer Nebel- und Nachtaktion an irgendwelche Hauswände oder Unterführungen gesprüht. Graffiti kann aber auch in Auftrag gegeben werden, um beispielsweise hässliche Stromkästen, Müllkästen und Trafohäuschen vor dem Haus oder in der Wohnstraße sowie fade Hauswände und langweilige Garagentore in kleine Kunstwerke zu verwandeln.

Buchbar sind solche Arbeiten über die „Die Sprüherei“: Die Graffiti Manufaktur wurde 2016  von Heiko Eggers und Sven Bliesener gegründet. Längst hat sich die Reinbeker Firma zu einer Art Agentur entwickelt, über die talentierte Graffiti-Künstler aus der Region sich einen Namen gegen Honorar machen können.  Marlo Klinnert beispielsweise beherrscht die sogenannte „Camouflage-Technik“, bei der das Umfeld perfekt miteinbezogen wird.

Bushaltestelle verwandelt sich in Pferdestall

Bestes Beispiel dafür ist eine Bushaltestelle, die so gestaltet ist, als zeige sie ein reetgedecktes Bauernhaus mit Pferdeweide. Kreativität also zur Verschönerung des Umfeldes und zur Freude der Anwohner! Genau deshalb bietet „Die Sprüherei“ an, Freunde, Bekannte, Jubilare und/oder Hochzeitspaare mit persönlicher Graffiti-Kunst zu überraschen.  „Eine Kundin hat beispielsweise jemandem aus ihrem Freundeskreis damit überrascht, dass sie den Hund des Beschenkten malen ließ“, erzählt Heiko Eggers. Die Freude darüber sei riesig gewesen.

Was solche Grafitti-Auftragsarbeiten kosten?  „Je nach Größe geht es bei etwa 190 Euro los“, sagt Eggers. Wer sich das Garagentor verschönern ließe, müsse dafür etwa 550 Euro investieren. Im Preis enthalten seien eine gründliche Reinigung und Grundierung des jeweiligen Untergrundes, so dass das Graffiti gut und gern zehn Jahre und länger in schönen Farben anzusehen sei, beteuert der 49-Jährige. Bei den Motiven bestehe natürlich freie Wahl.

Mit Graffiti den Teamgeist stärken

Mittlerweile wissen auch Unternehmen dieses Angebot zu schätzen. „Wir werden gern gebucht für Firmenevents“, bestätigt Eggers. An die 70 Workshops habe die Graffiti Manufaktur mittlerweile veranstaltet. „Die finden dann  in unserer Halle in Reinbek statt, wo alle Teilnehmer mit entsprechenden Atemmasken, Schutzbrillen und -anzügen ausgestattet werden.“

Damit bei allem Spaß nach gut ein, zwei Stunden etwas mit nach Hause bzw. in die Firma genommen werden kann – und der gute Teamgeist lange in Erinnerung bleibt -, wird nach Vorlage auf Plakatkarton in DIN A1-Größe gesprüht. „Das Weltall hat sich bei solchen Events bestens bewährt, da kann nämlich jeder nach Lust und Laune seinen Planeten gestalten und keiner muss den Vergleich mit anderen scheuen“, erzählt Eggers.

Über Aktivregion ist Förderung möglich

Kleiner Tipp zum Schluss: Kommunen können über das Programm AktivRegion auf Förderungen für solche Graffiti-Verschönerungsarbeiten hoffen! (Anette Bethune)

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