
Piet Baumgarten – Fachwerkstatt für Möbelrestaurierung
- mehr als 30-jährige Erfahrung
- Beratung auch direkt bei Kunden
- Verkauf schwedischer Möbel
Möbelrestaurator Piet Baumgarten mit historischer Werkstatt
Mölln – Piet Baumgarten liebt schwedische Möbel, aber nicht die eines bekannten Unternehmens mit vier großen Buchstaben, sondern Möbel mit Patina. Denn Piet Baumgarten ist Restaurator mit Leib und Seele; schon seit mehr als 30 Jahren macht er aus alten Möbeln neue Lieblingsstücke. Vor allem Schränke, Sekretäre und Vitrinen aus Schweden und dem 18. Jahrhundert haben es dem Handwerker mit dem verschmitzten Lächeln angetan.
Historische Werkstatt
Mit seiner mobilen historischen Werkstatt ist er seit Kurzem in Mölln zu finden, wo er im „Laden auf Zeit“ (Hauptstr. 49) für drei Monate (bis Anfang April) Quartier bezogen hat. Dort will er die Menschen (Mo- Mi. & Fr. 15 -18 Uhr; Sa. 11 bis 14 Uhr) für sein schönes altes Handwerk und die von ihm bereits liebevoll restaurierten Möbel begeistern.
Stand auf Handwerkermärkten
Immer wieder zieht es den feinsinnigen Restaurator auch auf Handwerkermärkte auf Gut Basthorst oder dem schönen Gut Sierhagen, wo sein Stand mit den alten Werkzeugen und den schönen alten Möbeln alljährlich die Besucher in den Bann zieht.
Aber auch in weniger von Landidyll geprägten Räumlichkeiten verliert die aus Holz gefertigte Werkstatt nicht an Sogkraft. So konnte man diese schon zusammen mit ihrem Erbauer auch in Bankfilialen entdecken, wo Piet Baumgarten seine Handwerkskunst unter Beweis stellt.
Werkstatt im Herzogtum Lauenburg
„Man kann regelrecht beobachten, wie die Menschen sich plötzlich wieder mit Freude daran erinnern, wie sie als Kind mit ihrem Vater, Onkel oder Großvater in der Werkstatt gewerkelt haben.“ Momente, wo der Restaurator weiß: Die Idee mit der historischen Werkstatt war goldrichtig!
Auf diese Weise finden auch immer wieder neue Kunden zu ihm. Das zeigt der Besuch in seiner Werkstatt, die sich in Schönberg (Lührberg 1) befindet und wo der Norddeutsche gern Auftragsarbeiten nachgeht.
Erbstücke aufarbeiten
So arbeitete er beispielsweise für einen Kunden die Hobelbank und das Werkzeug des Großvaters auf. „Er wollte sie im Flur seines neuen Hauses ausstellen.“ Eine schöne Idee und sie bestätigt die Beobachtung des Restaurators, dass die Menschen in Zeiten der Digitalisierung nach Wegen suchen, sich mit Erbstücken auch in ihrer modernen Wohnwelt zu umgeben.
Auch Faßmalerei von Möbeln
„Wir Restauratoren sind darum bemüht, alte Möbel so behutsam wie möglich zu bearbeiten. Es geht um das Bewahren, Erhalten und Konservieren!“ Sollte ein moderneres Erscheinungsbild gewünscht sein – auch kein Problem: Piet Baumgarten hat in diesem Fall über die Faßmalerei die Möglichkeit, ein Möbel auch farblich neu zu akzentuieren.
Intarsien wiederherstellen
Viel Sorgfalt verwendet Piet Baumgarten auf den Erhalt alter Oberflächen. Feinheiten wie Intarsien oder Furniere arbeitet er gekonnt wieder auf oder die Möbel werden mit Kreidefarbe neu inszeniert. Sind auch Polster-, Flecht- oder Schlosserarbeiten notwendig, kann er auf ein bewährtes Netzwerk von kundigen Händen aus der Region zurückgreifen.
Visionsmalerei statt Furnierung
Dazu gehört auch ein Visionsmaler. „Dieses Handwerk hatte einst sogar eine höhere Stellung als das des Tischlers. Es verhalf Menschen, die sich nur einfache Gebrauchsmöbel leisten konnten, zu Möbeln, die dem Anschein nach furniert waren.“ Dabei zeigt Piet Baumgarten auf einen alten Eichenschrank mit einer scheinbar durchscheinenden Mahagoni-Maserung.
„Alles Fiktion, die Maserung ist vor gut 250 Jahren nur aufgemalt worden, damit das Möbel prächtiger wirkt.“ Ob ich vielleicht erkennen könne, welche der beiden Türen von diesem Maler unlängst erneuert worden wäre? Nein. „Ich auch nicht!“, lautet die Antwort mit verschmitztem Lächeln.
Antike Möbel aus Schweden
Sind es immer Lieblingsstücke, die Kunden zu ihm führen? „Nein, ich biete auch Möbel an, die ich aufbereitet habe.“ Dabei konzentriert sich das Angebot des Restaurators auf Möbel aus Schweden und dem 18. Jahrhundert. Zu sehen sind sie entweder auf der Ausstellungsfläche in der Werkstatt, auf Messen oder mit Fotos dargestellt in einem Buch, dass griffbereit ausliegt. Warum eigentlich dieses Faible für Möbel aus Schweden und dem 18. Jahrhundert?
„Für mich sind es wahre Schmuckstücke.“ Ihr Kennzeichen sei meist eine Löffelleiste im oberen Teil. Wer sich ein solches Möbel zulege, habe ein Unikat, dass im modernem Umfeld wunderschöne Akzente setzen könne.
Die Menschen reagieren durchweg fasziniert – und sie erinnern sich wieder daran, wie es war, als der Vater oder Großvater mit ihnen in der Werkstatt gewerkelt hat.
Piet Baumgarten









Silke Strauch 
bethune

