Wohntrends 2026
Welche Wohntrends zeichnen sich für 2026 ab? Tatsächlich gewinnt nicht nur Nachhaltigkeit an Gewicht, sondern auch das Thema Flexibilität und Authenzität. „Es gibt einen regelrechten Boom an Menschen, die ihre Räume auf Social Media so zeigen, wie sie tatsächlich genutzt und bewohnt werden“, zitiert die VOGUE beispielsweise Lucy Hammond Giles, Direktorin bei Sibyl Colefax & John Fowler, eines der etablierten Interiorunternehmen in Großbritannien.
Regional und wiederverwertbar
„Außerdem denken wir mehr an kleinere Hersteller:innen, die näher am Wohnort arbeiten, sowie an Antiquitäten – die wohl die nachhaltigste Art sind, Möbel zu kaufen“, so die Einrichtungsexpertin weiter. Das „Wiederverwenden, Umgestalten und Umfunktionieren“ gebe den Stücken ein völlig neues Leben.
Dazu passt, dass handgefertigte Keramik mit sichtbaren Spuren der Herstellung – ungleichmäßige Glasuren, leichte Asymmetrien – zu einer Art „Statement gegen industrielle Perfektion“ wird. Jedes Stück ist einzigartig, wie auf dem Innenarchitektur-Blog Planner5d zu lesen ist.
Besonders, individuell, nachhaltig
Aussagen, die viele kreative Dienstleister auf diesem Portal positiv stimmen werden, denn auch bei ihnen geht es ja vielfach darum, unsere Wohnwelt besonders, individuell und nachhaltig zu gestalten. Gern verweise ich in dem Zusammenhang auf Piet Baumgarten, den Restaurator aus Stormarn, Frank Bösinger und seine Segunda Vida sowie die Upcylingkünstlerin Betina Kuecholl, die sich zunehmend mehr auf die kreative Wandgestaltung spezialisiert hat.
Handwerk statt Fast Furniture
Das Upcycling und Aufarbeiten von Erbstücken und alten Möbeln spielt 2026 also wieder eine große Rolle. Qualität statt Quantität, Handwerk statt Fast Furniture – eine gute Entwicklung in digitalen Zeiten. Materialen wie Holz – besonders Eiche und Nussbaum – ebenso wie Kork, Leinen, Wolle, Rattan und Keramik erleben vor diesem Hintergrund ein Comeback.
Hinter diesem Trend zu natürlichen Materialien steckt mehr als nur die Freude an der Ästhetik – „er ist eine Gegenbewegung zur digitalen Überreizung. Haptik wird wieder wichtig. Wir wollen Oberflächen fühlen, die nicht perfekt glatt sind, sondern Charakter haben“, heißt es bei Planner5d.
Dein Zuhause spiegelt Dich wider
Unser Zuhause verwandelt sich vor diesem Hintergrund immer mehr zu einem Rückzugsort, in dem sich unsere Sehnsüchte, unsere Wünsche, unsere Persönlichkeit widerspiegeln. Kurzum: Du mit Deinen Stilvorstellungen gibst den Ton an, nicht andersherum!
Edles Weiß ist Farbe des Jahres
Apropos Ton. Laut dem Pantone Color Institute, das seit vielen Jahren die Farbe des Jahres ausruft, ist 2026 Cloud Dancer und damit ein edles Weiß, die Farbe des Jahres. „Der Farbton lädt unsere Vorstellungskraft ein, zu schweifen, damit neue Erkenntnisse und mutige Ideen entstehen“, sagt Laurie Pressman, Vizepräsidentin von Pantone.
Ein Farbton, der sich sehr gut mit Natur -oder Pastelltönen kombinieren lässt, die feine und angenehme Farbakzente schaffen oder einen eleganten Kontrast. Überhaupt ziehen 2026 warme und beruhigende Farben in unser Zuhause ein. Warum? Nicht nur weil sie beruhigend wirken, sondern weil wir uns damit auch die Natur nach Hause holen.
Warme Farben aus der Natur
Dunkelgrün und erdige Töne wie Terrakotta und Ocker feiern vor diesem Hintergrund „ein starkes Comeback“, wie im Unternehmensblog von Velida mit Hinweis auf die Trendagentur WGSN zu lesen ist. Auch ein tiefes Blau-Grün, das Widerstandskraft und Ausgewogenheit symbolisiert, gehört zu den Trendfarben des Jahres 2026.
Alles Farben, die laut Farbpsychologie, entspannend und anregend wirken sowie die Konzentration fördern. Dazu gesellen sich Tapeten, mit denen wir uns die Natur zusätzlich ins Haus holen – beispielsweise mit dem Druck von großformatigen Blumen, Blättern oder indem wir uns kurzerhand in eine Sehnsuchtslandschaft beamen.
Wandteppiche als taktile Kunstform
Spannend in diesem Zusammenhang die Beobachtung des englischen Designers Christian Bense, wonach es „ein wachsendes Interesse an taktilen Kunstformen wie Wandteppichen“ gibt. Dieses Medium passe sowohl zu traditionellen als auch zu zeitgenössischen Interieurs und trage wesentlich zur Gestaltung eines Raumes bei, zitiert ihn die VOGUE. Eine Aussage, über die sich Doris Timmann besonders freuen dürfte, denn sie stickt mit der Hand Wandteppiche von einzigartiger Schönheit – Perlen und Pailletten sind dabei vielfach in ihren Unikaten zu entdecken.
Chrom und verspielte Nostalgie
Wo wir schon bei funkelnden Wohnaccessoires sind: Chrom feiert eine Rückkehr bei der Gestaltung von Leuchten, Tischbeinen und Deko-Accessoires. Das hat das Team von Schöner Wohnen nach Besuchen vieler Messen beobachtet. Dazu gesellt sich eine Art „verspielte Nostalgie“, bei denen Vintage-Stücke auf moderne Formen, kräftige Farben und zarte Materialien treffen.
Das Zuhause als Rückzugsort
Angesagt ist also eine ausdrucksstarke Wohnwelt mit mehr Farbe, mehr Kunst, mehr Charakter! Psychologisch macht das absolut Sinn: Persönliche Gegenstände im eigenen Zuhause stärken unsere Identität und unser Wohlbefinden.
Gleichzeitig spiegeln die neuen Trends „unsere veränderten Bedürfnisse – mehr Homeoffice, kleinere Wohnflächen in Städten, wachsendes Umweltbewusstsein und der Wunsch nach Räumen, die sich unserem Leben anpassen“ wider, heißt es bei Planner5d.
Slow-Living mit smartem Komfort
Und so beobachten die Trendscouts eine Hinwendung zum „Slow Living“. Räume werden so gestaltet, dass sie uns zur Ruhe kommen lassen. Flexible Möbel – modulare Sofas, wandelbare Essbereiche, durchdachte Homeoffice-Nischen – unterstützen die neuen hybriden Lebens- und Arbeitsmodelle.
Gleichzeitig werden Smart-Home-Lösungen selbstverständlicher: intelligente Lichtsteuerung, Klimaoptimierung und Energieeffizienz lassen sich nahtlos integrieren, ohne dass unser Zuhause wie ein Technik-Showroom aussieht. Es geht um Komfort, der mitdenkt – und dabei Ressourcen schont.
Sei mutig und schaffe persönliche Akzente!
Die Wohntrends 2026 sind damit eine Einladung, mutiger zu sein und dich selbst einzubringen. Warme Farben, natürliche Materialien, weiche Formen und persönliche Akzente schaffen Räume, in denen wir uns wirklich wohlfühlen – und das ist am Ende doch das Wichtigste, nicht wahr?
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